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Jahres-Archiv: 2018 − Reiseblog


Cale­ta Pro­fun­do – Isla Hose, 20. März 2018

1520 ent­deck­te Magel­lan auf sei­ner berühm­ten Rei­se, die zur ers­ten Welt­um­seg­lung über­haupt wer­den soll­te, die Magel­l­an­stra­ße. Ein wesent­li­cher Vor­teil für uns: Wir wis­sen, dass es sie gibt und wo sie ist und kön­nen uns daher ganz unkom­pli­ziert an der Pas­sa­ge des west­li­chen Teils erfreu­en, was wir auch ger­ne tun, bevor es dort in den nächs­ten Tagen wie­der win­di­ger wird.

Caleta Profundo - Isla Hose

Eine wei­te­re herr­lich ruhi­ge und ein­sa­me Bucht und: Son­ne!

Nach etwa 30 Stun­den Fahrt – also durch die Nacht hin­durch – erreich­ten wir dann ges­tern Abend den Canal Smyth nörd­lich der Magel­l­an­stra­ße. Damit haben wir Feu­er­land hin­ter uns gelas­sen und sind nun in Pata­go­ni­en (abzüg­lich Feu­er­land, je nach­dem, wie man sich das so defi­niert). Mit dem letz­ten Tages­licht ging es wie­der in eine die­ser herr­li­chen Cale­tas, die­se klei­nen, fei­nen, gut geschütz­ten Anker­buch­ten, einst von Glet­schern aus dem Fels geschnitzt, damit Seg­ler es sich dar­in gemüt­lich machen kön­nen. Es ist immer ein wenig Krab­be­lei an den stei­len, rut­schi­gen Ufern, um die Ufer­lei­nen an knor­ri­gen Bäu­men zu befes­ti­gen, aber umso siche­rer liegt das Boot dann (wobei wir trotz­dem meis­tens eine Anker­wa­che haben).

Heu­te früh haben wir uns ein wenig umge­schaut, und dabei hat sich sage und schrei­be die Son­ne mal wie­der die Ehre gege­ben! Es ist ja nicht gera­de ein Son­nen­schein­land hier, schön bei fast jedem Wet­ter, aber den­noch ist es natür­lich beson­ders schön, wenn die Son­ne das Land in all sei­ner Pracht leuch­ten lässt. Der üppi­ge Wald schil­lert in allen mög­li­chen Grün­tö­nen, das Was­ser, der Him­mel, die Wol­ken … zum Atem Anhal­ten schön. Inseln, Buch­ten, schma­le Kanä­le. Ein Pata­go­ni­scher Eis­vo­gel prä­sen­tiert sich, als wür­de er dafür bezahlt (Rin­ged King­fi­sher auf Eng­lisch, King­fi­sher ist der Eis­vo­gel. Mega­ce­ryle tor­qua­ta und zu deutsch Rot­brust­fi­scher, wer es genau wis­sen will. Ein Weib­chen).

Rotbrustfischer

Foto­ter­min mit einem Pata­go­ni­schen Eis­vo­gel, dem Rot­brust­fi­scher

Spä­ter auf der Isla Hose haben wir noch Gele­gen­heit, durch die Bota­nik und auf die Hügel zu krab­beln, uns dabei etwas aus­zu­to­ben und wei­te­re schö­ne Aus­sich­ten zu genie­ßen und jetzt freu­en wir uns auf eine wei­te­re, gemüt­lich-ruhi­ge Nacht in einer net­ten Cale­ta, wäh­rend sich drau­ßen ein Sturm zusam­men­brau­en soll. Was uns hier drin nicht wei­ter stö­ren soll­te.

Gale­rie – Cale­ta Pro­fun­do – Isla Hose, 20. März 2018

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Puer­to King – 18. März 2018

Nach vie­len ziem­lich win­di­gen und nas­sen Mei­len erreich­ten wir ges­tern Puer­to King. Dem Namen nach stellt man sich dar­un­ter einen könig­li­chen Hafen vor, zumin­dest ein Fischer­dorf, viel­leicht mit einer net­ten Hafen­k­nei­pe … aber nein, es ist viel bes­ser: Ein win­zi­ger, wun­der­schö­ner Natur­ha­fen, genau unse­re Kra­gen­wei­te. Von drei Sei­ten von dich­tem Urwald umge­ben kann man da pri­ma Ufer­lei­nen legen und das Schiff liegt bom­ben­si­cher. Kei­ne Anker­wa­che! Gute Sache, da sind sich alle einig.

Puerto King

Ein Spa­zier­gang durch den dich­ten Regen­wald wird zur spa­ßig-nas­sen Rutsch­par­tie

Der Regen hält auch am nächs­ten Tag an, aber uns nicht ab, etwas los­zu­zie­hen und die Gegend zu erkun­den. Nach dem vie­len Regen der letz­ten Tage ist die Land­schaft auf­ge­so­gen wie ein Schwamm: egal wo man hin­tritt oder -greift, über­all quatscht und spritzt es. Hier darf man nicht was­ser­scheu sein, im Gegen­teil soll­te man die kind­li­che Freu­de am Was­ser wie­der ent­de­cken, dann macht es Spaß! Dich­ter pata­go­ni­scher Regen­wald in Ufer­nä­he, Stäm­me und Äste ste­hen und lie­gen über­all, kom­plett mit Moos und Flech­ten bewach­sen. Ein Cha­os, kaum zu durch­drin­gen.

Ein paar Meter oben weicht der Wald einer offe­ne­ren Land­schaft aus von Bächen durch­zo­ge­nen Feucht­wie­sen und fel­si­gen Hügeln. Die Fels­hü­gel sind teil­wei­se steil und rut­schig und die Bäche nach dem Regen kräf­tig ange­schwol­len. Man muss sich sei­nen Weg schon suchen, gar nicht immer so ein­fach.

Pampasfuchs

Deut­lich grö­ßer als unser Rot­fuchs: der Pam­pas­fuchs Lyca­l­o­pex gym­no­cer­cus

Am Ufer ange­kom­men, folgt uns sogar ein neu­gie­ri­ger pata­go­ni­scher Fuchs noch für ein paar Meter! Erstaun­lich groß sind sie, die­se Grau­füch­se, viel grö­ßer als die bekann­ten „nor­ma­len“ Rot­füch­se oder sogar die Eis­füch­se weit im Nor­den. Da meint man zunächst für einen Moment, einen ent­lau­fen­den Schä­fer­hund vor sich zu haben. Dabei ist der Grau­fuchs noch der klei­ne­re von zwei hier vor­kom­men­den Arten! Ob der Zor­ro gris (Lyca­l­o­pex gym­no­cer­cus) wirk­lich Grau­fuchs heißt, wis­sen wir nicht, wir haben ein­fach den spa­ni­schen Namen über­setzt und mei­nen, damit für den Moment gut leben zu kön­nen.

Gale­rie – Puer­to King – 18. März 2018

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(Anmer­kung der Lek­to­rin: Lyca­l­o­pex gym­no­cer­cus trägt den deut­schen Namen Pam­pas­fuchs 😉 )

Canal Bal­le­nero bis Cale­ta Maci­as – 16. März 2018

Der Canal Bal­le­nero, der Wal­fän­ger-Sund, steht nur stell­ver­tre­tend für eine von vie­len Was­ser­stra­ßen, durch die es heu­te ging. Canal O’Brien, Bahia Deso­la­da … you name it. Eben­so unbe­kann­te wie aben­teu­er­lich klin­gen­de Namen.

Heu­te hieß es Mei­len machen. Die Fahrt ist zwar 25 Tage lang, aber wir haben auch über 2000 Mei­len zurück­zu­le­gen. Die gan­ze Zeit umge­ben von schö­ner Land­schaft. Das pata­go­ni­sche Wet­ter wur­de sei­nem Ruf, nass und win­dig zu sein, über wei­te Stre­cken gerecht, aber es gab auch die schö­nen Momen­te mit Son­nen­strah­len und blau­em Him­mel in einer Land­schaft, die einen gedank­lich wahl­wei­se nach Nor­we­gen oder Grön­land ver­setzt, ohne aber damit wirk­lich aus­tausch­bar zu sein – irgend­wie ist und bleibt sie was eige­nes.

Canal Ballenero

Licht­spie­le in Pata­go­ni­ens Fjor­den

Wie­der ein­mal fällt der Anker in einer schö­nen Cale­ta, einem klei­nen Natur­ha­fen, bei deren Pla­nung die Natur wohl schon an Segel­schiff­chen gedacht hat­te. Die Ufer­lei­nen wer­den an ein paar wind­ge­peitsch­ten Bäum­chen befes­tigt, und so haben wir trotz stür­mi­schem Wind eine ruhi­ge Nacht.

Cala Ballenero

Schutz vor dem Wind in einer der vie­len Cale­tas (Caleta=Naturhafen) Pata­go­ni­ens

Gale­rie – Canal Bal­le­nero bis Cale­ta Maci­as – 16. März 2018

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Cale­ta Beau­lieu – 15. März 2018

Über Nacht hat­te es wie­der etwas auf­ge­klart. Ruhig und tro­cken war es heu­te früh, und das ers­te, was sich uns drau­ßen bot, waren tol­le Spie­gel­bil­der auf dem ruhig um uns lie­gen­den Fjord. Die Wol­ken hat­ten sich geho­ben und den Blick auf die Cor­dil­le­ra Dar­win frei­ge­ge­ben: eine schrof­fe, hoch­al­pi­ne Berg­welt, stark ver­glet­schert, von der sich ein mäch­ti­ger Glet­scher­arm den Fjord her­ab­wälz­te.

Um den soll­te es heu­te gehen.

Gletscherarm der Cordillera Darwin

Näher dran geht nicht: Glet­scher­arm der chi­le­ni­schen Berg­ket­te Cor­dil­le­ra Dar­win

Eine etwas län­ge­re Zodiac­fahrt brach­te uns zum fels­hü­ge­li­gen Ufer auf der West­sei­te des Glet­schers. Wel­ches übri­gens schon ohne Glet­scher einen Besuch wert gewe­sen wäre. Buck­lig-glatt geschlif­fe­ner Gneis, von zer­scher­ten Basalt­bän­dern durch­setzt. Das ist was fürs Auge!

Umso mehr der Glet­scher selbst. Eine beein­dru­cken­de Abbruch­kan­te und dahin­ter ein Gewirr aus Spal­ten und Tür­men aus Eis, ein­ge­rahmt in der Höhe von einem wil­den Alpen­pan­ora­ma. Und dar­un­ter von – Wald! Das ist für mich doch sehr unge­wöhn­lich: ent­we­der Glet­scher oder Wald, man muss sich ent­schei­den. Hier aber kann man bei­des zusam­men haben. Tat­säch­lich ist der Glet­scher offen­sicht­lich sogar in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit in den Wald hin­ein vor­ge­sto­ßen; das Eis hat am Rand Fels­blö­cke vor sich her­ge­scho­ben, unter denen strup­pi­ge Buchen lie­gen. Ja, das gibt es auch noch: vor­sto­ßen­de Glet­scher. Scha­de, dass es davon nicht mehr gibt.

Caleta Beaulieu

Wald neben dem Glet­scher – ein unge­wohn­ter Anblick

Viel muss­te man gar nicht machen, man muss­te sich nur ein schö­nes Plätz­chen suchen – davon gab es eine Men­ge – und den Blick auf den Glet­scher rich­ten. Ein stän­di­ges Kra­chen, Rum­peln und Don­nern, der Glet­scher arbei­tet per­ma­nent und immer wie­der bre­chen Stü­cke ab und fal­len ins Was­ser. Sehr aktiv!

Ja, so gin­gen die Stun­den schnell her­um!

Nach einer klei­nen Pau­se an Bord haben wir die schö­ne, klei­ne Tour von ges­tern noch mal gemacht. Weil sie so schön war. Und ohne Regen ist sie nicht schlech­ter.

Caleta Beaulieu

Spal­ten und Tür­me aus Eis und Fels in der Cale­ta Beau­lieu

Gale­rie – Cale­ta Beau­lieu – 15. März 2018

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Bra­zo Noroes­te – 14. März 2018

Nach dem son­nig-stil­len Tag kam das heu­ti­ge Wet­ter pata­go­ni­schen Rea­li­tä­ten doch deut­lich näher: Wind und Regen, und zwar reich­lich von bei­dem. Da war eine Stun­de mor­gens erst mal genug, um sich die Füße zu ver­tre­ten. Strand, Wald, Feucht­wie­se, Hügel, wind­ge­peitsch­te Bäum­chen, Blick auf Cale­ta.

Bra­zo Noroes­te heißt nord­west­li­cher Arm, und gemeint ist der nord­west­li­che Arm des Bea­gle-Kanals, der sich hier ver­zweigt. Die Ber­ge zu bei­den Sei­ten des Sunds sind von frü­he­ren, mäch­ti­gen Ver­ei­sun­gen rund­ge­schlif­fen. Das Inland­eis der Dar­win Cor­dil­le­re, durch die wir jetzt fah­ren, schickt immer noch sei­ne eisi­gen Arme an eini­gen Stel­len zum Was­ser her­ab. Nur waren die Bli­cke dar­auf etwas ein­ge­schränkt durch das Grau von Wol­ken und Regen. Pata­go­ni­sche Nor­ma­li­tät. Oder feu­er­län­di­sche Nor­ma­li­tät, müss­te man wohl sagen; Pata­go­ni­en beginnt eigent­lich erst nörd­lich der Magel­l­an­stra­ße.

In der Cale­ta Beau­lieu fällt am spä­te­ren Nach­mit­tag der Anker hin­ter einer fel­si­gen, bewal­de­ten Halb­in­sel, die gut vor jeg­li­chem Wind schützt. Trotz des immer noch strö­men­den Regens machen wir uns zu einer klei­nen Tour auf, den Berg­hang hoch – und füh­len uns gleich wie India­na Jones bei der Arbeit. Der Wald ist so dicht, dass es müh­sam ist, sich hier durch­zu­zwän­gen. Und das Was­ser spritzt aus allen Rich­tun­gen gleich­zei­tig. Herr­lich! Man muss sich nur von dem Gedan­ken lösen, Natur wäre nur mit blau­em Him­mel dar­über schön. Ist aber nicht so. Sie ist immer schön.

Gale­rie – Bra­zo Noroes­te – 14. März 2018

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Und trotz Wol­ken und Regen haben wir einen fet­ten Blick über den Fjord mit Glet­scher. Ham­mer!

Brazo Noroeste

Trotz strö­men­den Regens: Ein tol­ler Blick auf die Anne-Mar­ga­re­tha und den Glet­scher

Bea­gle-Kanal – 13. März 2018

„Bea­gle-Kanal“ war schon öfter die Über­schrift in die­sem Blog. Bis­lang hieß das immer: Von Ushua­ia zur Dra­ke-Pas­sa­ge oder umge­kehrt. Die­ses Mal lief es anders.

Wie oft habe ich von Ushua­ia nach Wes­ten geschaut, die beein­dru­cken­den Ber­ge dort gese­hen und nie ging es dort­hin. Heu­te aber!

Bergkulisse im Beagle-Kanal

Berg­ku­lis­se im Bea­gle-Kanal

Zunächst Start in Puer­to Wil­liams. Auf den ers­ten Mei­len gab es zahl­rei­che Schwarz­brau­en­al­ba­tros­se und Kor­mo­ra­ne, sogar ein paar Del­fi­ne lie­ßen sich bli­cken. Vor Ushua­ia begann schließ­lich die Son­ne zu schei­nen, und wie zum Abschied von bekann­ten Gewäs­sern wink­te uns noch ein Buckel­wal mit der Flu­ke zu!

Der Rest des Tages? Ein land­schaft­li­cher Traum aus Him­mel und Meer, Inseln und Fjor­den. Ber­ge und Wol­ken spie­gel­ten sich auf dem Was­ser. Neue Inseln, neue Bli­cke, Mei­le für Mei­le. Zum Träu­men schön.

Zu spä­ter Stun­de fiel der Anker in der Cale­ta Olla (als Cale­ta bezeich­net man hier die­se klei­nen, süßen Anker­buch­ten). Pata­go­ni­scher Ster­nen­him­mel, ohne jedes künst­li­che Licht in der Umge­bung! Milch­stra­ße, Magel­lan­sche Wol­ke, Kreuz des Südens. So schön, dass wir extra im Dun­keln noch mal an Land gefah­ren sind, um das Sta­tiv auf­zu­stel­len. Tja, erstaun­lich, wie schnell hier doch die Wol­ken auf­zie­hen kön­nen … egal, trotz­dem eine schö­nes Ende für einen schö­nen Tag.

Beagle-Kanal, Caleta Olla

Abend­stim­mung in der Cale­ta Olla

Buckelwal im Beagle-Kanal

Buckel­wal im Bea­gle-Kanal

Gale­rie – Bea­gle-Kanal – 13. März 2018

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Puer­to Wil­liams – 12. März 2018

Puer­to Wil­liams! Ich bin sicher schon über 80 Mal an Puer­to Wil­liams vor­bei­ge­fah­ren. Aber noch nie an Land. Zeit, dass sich das ändert! Der Ort ist vor allem ein 1953 gegrün­de­ter Mari­ne­stütz­punkt und als sol­cher archi­tek­to­nisch jetzt nicht unbe­dingt eine Attrak­ti­on von Welt­rang, aber mitt­ler­wei­le hat sich auch ein wenig zivi­le Sied­lung drum­her­um ent­wi­ckelt, und über­haupt nimmt Puer­to Wil­liams ja für sich in Anspruch, die süd­lichs­te Stadt der Welt zu sein!

Gale­rie – Puer­to Wil­liams – 12. März 2018

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Das kann man sicher dis­ku­tie­ren und das Ergeb­nis wird vor allem davon abhän­gig sein, wie man „Stadt“ defi­niert. Bei Puer­to Wil­liams müss­te man schon recht groß­zü­gig sein, um eine wie auch immer gear­te­te Defi­ni­ti­on die­ses Begrif­fes erfüllt zu sehen. Immer­hin, es gibt ein paar Läden und klei­ne Restau­rants (min­des­tens eines davon ist rich­tig gut, soviel wis­sen wir jetzt!), den Bug der Yelcho (das Schiff, mit dem Shack­le­tons Leu­te von Ele­phant Island abge­holt wur­den), einen Geld­au­to­ma­ten und ein äußerst char­man­tes Ver­eins­haus vom Yacht­club, auf einem auf Grund lie­gen­den Schiff. Sehr schick!

Wir haben zunächst ein­mal eine „büro­kra­ti­sche Stadt­füh­rung“ gemacht. Das ist tou­ris­tisch sicher eine eher unge­wöhn­li­che Her­an­ge­hens­wei­se an einen neu­en Ort und es ist auch nicht span­nen­der, als es sich anhört. Aber wir muss­ten Schiff und Men­schen offi­zi­ell nach Chi­le ein­rei­sen las­sen und das ist mit einer gan­ze Men­ge Papier­kram ver­bun­den, ver­teilt auf ver­schie­de­ne Adres­sen im Ort. Aber der ist ja nicht so groß.

Puer­to Wil­liams umge­ben von dich­ten, düs­te­ren pata­go­ni­schen Berg­re­gen­wäl­dern. Male­risch! Ob es da auch Ents gibt? Ich bin geneigt, es zu glau­ben 🙂

Ushua­ia – 11. März 2018

Die Bil­der mögen dem einen oder der ande­ren bekannt vor­kom­men. Kein Zufall, denn genau hier ging vor vier Wochen die Ant­ark­tis-Fahrt zu Ende, und wir haben uns hier von der Anne-Mar­ga­re­tha und ihrer Mann­schaft ver­ab­schie­det. Und nun dür­fen wir hier wie­der an Bord! Same place … aber ansons­ten wird hier gar nichts „the same“ sein. Nur die ers­ten Schrit­te ent­spre­chen der Ant­ark­tis-Fahrt, der offi­zi­el­le Abschied in Ushua­ia, Päs­se stem­peln und so, das abend­li­che Aus­lau­fen, Kurs nach Osten durch den Bea­gle-Kanal, aber dann … in ein paar Stun­den wer­den wir in Puer­to Wil­liams anle­gen, und das wird unse­re süd­lichs­te Posi­ti­on! Danach wird es nach Nor­den gehen, durch die span­nen­den, wun­der­schö­nen Fjor­de und Was­ser­stra­ßen von Süd­chi­le. Neu­es Land, neue Rou­ten, neue Orte! Geil! Äh … doch, so kann man das sagen, das ist abso­lut ange­mes­sen. Wir sind gespannt!

Gale­rie – Ushua­ia – 11. März 2018

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Selbst die Chi­le- und Pata­go­ni­en-Vete­ra­nen an Bord sind gespannt. Das ist so eine abge­le­ge­ne, unzu­gäng­li­che Gegend, dort sind viel weni­ger Men­schen unter­wegs als in der Ant­ark­tis. Auf wei­ter Stre­cke wird es men­schen­leer und ein­sam sein, wild und schön. Pata­go­ni­en, das bedeu­tet für die meis­ten Tor­res del Pai­ne, Peri­to More­no und so. Klar, das sind die bekann­ten Aus­hän­ge­schil­der, ohne Fra­ge sehr beein­dru­cken­de Orte, aber was vor uns liegt, ist auf ganz ande­re Art kein Stück weni­ger schön und beein­dru­ckend. Aber eben men­schen­leer! Unbe­kann­tes Land, zu dem es kei­ne Rei­se­füh­rer gibt, wo fast nie­mand unter­wegs ist.

Lei­nen los!

Har­ber­ton – 07. Febru­ar 2018

Da hat das so lang­ersehn­te Land uns doch gleich noch mal einen Streich gespielt. Der Gesang des Win­des um die Mas­ten war uns schon so ver­traut, dass ich die war­me Koje früh am mor­gen gar nicht ver­las­sen muss­te, um zu wis­sen, was Sache war. Wind, Wind, Wind. Wir hat­ten seit Mit­ter­nacht in der Bucht vor der Estancia Har­ber­ton vor Anker gele­gen und uns natür­lich auf einen aus­gie­bi­gen Aus­flug an Land gefreut.

Aber – macht nichts, es gab ein Hin­ter­tür­chen, dass sich sogar als die bes­se­re Vari­an­te her­aus­stell­te. Wir sind erst mal nach Ushua­ia gedampft, die letz­ten Mei­len die­ser Fahrt auf der Anne-Mar­ga­re­tha, den offi­zi­el­len Teil (Papier­kram) erle­digt, fes­ten Boden unter den Schu­hen (kei­ne Gum­mi­stie­fel) gespürt und uns einen gemüt­li­chen Abend gemacht. Und am nächs­ten Tag haben wir uns in zwei Miet­au­tos gesetzt und sind eben so nach Har­ber­ton getourt. Geht auch! Und es hat­te den gro­ßen Vor­teil, dass wir auf der gut 90 Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke natür­lich nach Lust und Lau­ne schö­ne Stops machen konn­ten. Die ter­ra­fue­gi­nisch-pata­go­ni­sche Land­schaft, die kann wirk­lich etwas! Ber­ge, wei­te Täler, moo­ri­ge Feucht­ge­bie­te, wil­de Flüs­se, und … Bäu­me! Ja, die gibt es auch noch. Hat­ten wir nach 3 Wochen auf See und in der Ant­ark­tis schon fast ver­ges­sen. Und was für wel­che! Wind­ge­peitsch­te, zusam­men­ge­krümm­te, knor­ri­ge, ehr­furcht­ein­flö­ßen­de Gewäch­se. Sehr beein­dru­ckend, und tol­le Foto­mo­ti­ve.

Ja, das macht alles sehr viel Appe­tit auf die in ein paar Wochen begin­nen­de Pata­go­ni­en-Rei­se! (Ceter­um cen­seo: wir hät­ten da noch ein oder zwei Plätz­chen).

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Auch Har­ber­ton selbst hat sich als durch­aus sehens­wer­ter Ort erwie­sen. 1886 gegrün­det, ist Har­ber­ton die ältes­te Farm im argen­ti­ni­schen Teil von Tier­ra del Fue­go. Der Grün­der, Tho­mas Brid­ges, war eine illus­tre Figur. Erst Fin­del­kind und spä­ter Mis­sio­nar, lern­te er Yama­na (Yah­gan), die Spra­che der dama­li­gen Bevöl­ke­rung von Tier­ra del Fue­go. Ohne Brid­ges wüss­te man viel weni­ger über die Spra­che und Kul­tur die­ser Men­schen, er schrieb ein Wör­ter­buch (30.000 Wör­ter) mit­samt Gram­ma­tik der Yama­na-Spra­che. Die mühe­vol­le Schaf­zucht hat man in Har­ber­ton Mit­te der 1990er nach har­ten Win­tern auf­ge­ge­ben und kon­zen­triert sich dort nun aus­schließ­lich auf Tou­ris­ten, so dass wir uns u.a. am »Casa de Te« (Tee­haus) und an einer geführ­ten, sehr infor­ma­ti­ven Tour über das schö­ne Gelän­de erfreu­en konn­ten. Har­ber­ton ist eine Zeit­ma­schi­ne, die den Besu­cher mit allen Sin­nen in die frü­he, angli­ka­nisch-mis­sio­na­risch gepräg­te Zeit zurück­ver­setzt: Tee­haus, eng­li­scher Gar­ten, Gebäu­de im Kolo­ni­al­stil, musea­le Res­te der Land­wirt­schaft, ein alter, ver­wun­sche­ner Fried­hof in einem Wäld­chen auf einem Hügel, wo die Flech­ten von den Bäu­men hän­gen. Blau­er Him­mel, wei­ße Wol­ken, grü­ne Hügel, blau­es Was­ser mit wei­ßen Kro­nen auf den Wel­len. Ein schö­ner Tag in schö­ner Land­schaft.

Der nächs­te Tag wür­de »nur« noch Abschied und Abrei­se brin­gen, so dass der Kern der Rei­se und damit auch die­ser Blog hier­mit zu Ende gehen. Vor Ort haben wir das natür­lich wür­dig zele­briert in einem von Ushuai­as fei­nen Restau­rants. Schön war’s! Der Abend, der Tag, die gan­ze Fahrt! Dan­ke für das fröh­li­che Dabei­sein bezie­hungs­wei­se für das inter­es­sier­te Mit­le­sen! In ein paar Wochen geht es in Pata­go­ni­en wei­ter.

Tier­ra del Fue­go – 05. Febru­ar 2018

Land! Welch’ eine Freu­de, nach 5 Tagen auf See. Kap Horn weit weg im Wes­ten – der fal­sche Wind, um dort näher vor­bei­zu­fah­ren oder gar hin­zu­fah­ren. Immer­hin hat der Wind jetzt mal eine Pau­se ein­ge­legt, es weht eine Bri­se von „nur“ etwa 20 Kno­ten, das nut­zen wir aus, um in geschütz­te Gewäs­ser zu kom­men. Der nächs­te Sturm soll nicht weit weg sein. Der­zeit geben sich die Tief­druck­ge­bie­te hier wirk­lich die Klin­ke in die Hand, ohne zwi­schen­durch mal eine Pau­se zu las­sen.

Gale­rie – Tier­ra del Fue­go – 05. Febru­ar 2018

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Wie schön ist es, wie­der Land zu sehen, grü­ne Inseln unter blau­em Him­mel. Die Son­ne wärmt kräf­tig, stun­den­lang sit­zen wir an Deck, kurz­ärm­lig. Schwarz­brau­en­al­ba­tros­se und Kor­mo­ra­ne flie­gen vor­bei, Del­fi­ne beglei­ten uns ein Stück … so macht das Leben auf See rich­tig Freu­de!

Dra­ke-Pas­sa­ge – 04. Febru­ar 2018

Wer dach­te, das wären nun genü­gend Wind, Was­ser und Wel­len gewe­sen, sah sich getäuscht. Ges­tern nach­mit­tag zeig­te der Wind­mes­ser immer häu­fi­ger Wer­te über 40 Kno­ten und immer wie­der auch über 50 Kno­ten an. Wind­stär­ke 10 ist das in der Beau­fort-Ska­la, »schwe­rer Sturm«. Das hört sich doch gut an! Zumin­dest aus der Ent­fer­nung … wobei, zuge­ge­ben: mei­ne letz­te Run­de am Steu­er ges­tern Abend gehört für mich defi­ni­tiv zu den Momen­ten die­ser Fahrt, die ich nicht ver­ges­sen wer­de und das mei­ne ich gar nicht nega­tiv. Wild, schön und auf­re­gend war es! Die Wel­len mögen 8-9 Meter hoch gewe­sen sein, genau wis­sen wir es natür­lich nicht, aber das ist sicher nicht unrea­lis­tisch. Das Heu­len des Win­des ent­spre­chend beein­dru­ckend.

Gale­rie – Dra­ke-Pas­sa­ge – 04. Febru­ar 2018

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Danach hat Heinz das Schiff dann still­ge­legt. Motor aus, Segel bis auf eine Sturm­fock redu­ziert und trei­ben las­sen. Funk­tio­niert erstaun­lich gut. Natür­lich war der See­gang so immer noch hef­tig genug zu spü­ren, das Don­nern der Wel­len gegen die Bord­wand immer wie­der beein­dru­ckend. Aber ins­ge­samt wur­de das Leben an Bord so doch erträg­lich. Ges­tern war sogar der ers­te Tag seit Don­ners­tag, an dem alle auf den Bei­nen waren! Klar, das Schau­spiel will man sich natür­lich nicht ent­ge­hen las­sen. Sturm vor Kap Horn … gran­di­os!

Jetzt geht es wei­ter Rich­tung Kap Horn. Etwa 20 Stun­den haben wir sicher ver­lo­ren durch Sturm­kurs und Stil­le­gen. Nun sind wir wie­der bei 6-7 Kno­ten, und zwar in der rich­ti­gen Rich­tung.

Dra­ke-Pas­sa­ge – 31. Janu­ar – 03. Febru­ar 2018

31. Janu­ar – 03. Febru­ar 2018 – Sehr viel Was­ser und vie­le Wel­len haben wir gese­hen, seit wir uns vor drei Tagen von der Ant­ark­tis ver­ab­schie­det haben. Am ers­ten Tag haben wir das sel­te­ne und sehr erfreu­li­che Phä­no­men eines »Dra­ke Lake« ken­nen­ler­nen dür­fen, eine kom­plett wind­stil­le Dra­ke-Pas­sa­ge.

Es war klar, dass das nicht ewig so blei­ben wür­de.

Wir hat­ten laut Vor­her­sa­ge auf einen wei­te­ren Tag mit wenig Wind gehofft, aber den gab es nicht. Seit vor­ges­tern haben wir meis­tens um 30 Kno­ten Wind (Wind­stär­ke 7) gehabt, mit­un­ter auch mehr (bis gut 40 Kno­ten, ordent­li­che Wind­stär­ke 8, in gele­gent­li­chen Böen 9). Gemei­ner­wei­se fast durch­ge­hend aus Nord­nord­west. Also lei­der kein schö­ner Segel­wind, der uns mit 8 Kno­ten über die Dra­ke-Pas­sa­ge flie­gen lässt, son­dern ein häss­li­cher Gegen­wind, der uns zeit­wei­se auf frus­trie­ren­de 3-4 Kno­ten bremst und das Schiff dabei kräf­tig stamp­fen lässt. Nun, es ist kei­ner von die­sen gewal­ti­gen Stür­men, für die die Dra­ke-Pas­sa­ge so berüch­tigt ist, aber es ist doch ein Phä­no­men, wie der Wind kon­stant über meh­re­re Tage hin­weg aus der fal­schen Rich­tung weht, wo sich doch das Wet­ter hier eigent­lich stän­dig ändert!? Nun, so ist es jetzt, wir müs­sen da durch, auch wenn die Begeis­te­rung dar­über natür­lich indi­vi­du­ell ver­schie­den ist. Man­che ent­de­cken den See­mann in sich und sind kaum vom Steu­er­rad weg­zu­krie­gen. Ande­re hal­ten sich lie­ber am Eimer­chen fest.

Gale­rie – Dra­ke-Pas­sa­ge – 31. Janu­ar – 03. Febru­ar 2018

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170 See­mei­len sind es aktu­ell noch bis zum Kap Hoorn. Bei 5 Kno­ten Geschwin­dig­keit wären noch 34 Stun­den, bis wir unter Land sind, also in der Nacht auf Mon­tag. Wir sind aller­dings oft eher lang­sa­mer. Meter für Meter krie­chen wir Rich­tung Kap Hoorn, und alle wer­den sich freu­en, wenn es heißt »Land in Sicht«!

Mel­chi­or Islands – 31. Janu­ar 2018

Heu­te kräh­te der Hahn etwas frü­her als sonst. Die Wet­ter­vor­her­sa­ge für die Dra­ke-Pas­sa­ge for­dert eine bal­di­ge Abfahrt, aber wir wol­len uns die Mög­lich­keit nicht neh­men las­sen, noch ein­mal an Land zu gehen, um uns rich­tig von der Ant­ark­tis zu ver­ab­schie­den. Nach einem klei­nen Anstieg haben wir von Fels­kup­pen und Schnee­hü­geln aus einen herr­li­chen Aus­blick über die Mel­chi­or Islands mit ihren eis­be­deck­ten, klei­nen Eilan­den und den dazwi­schen lie­gen­den, schma­len Sun­den. Drum­her­um liegt weit und offen die Dall­mann Bay. Hier und dort trei­ben Eis­ber­ge, in der Fer­ne bläst ein Wal. Jeder sitzt irgend­wo still und genießt die­sen Moment im ant­ark­ti­schen Para­dies. Auch das Wet­ter ist heu­te noch ein­mal aus­ge­sucht freund­lich.

Gale­rie – Mel­chi­or Islands – 31. Janu­ar 2018

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Dann ist es soweit. Die Bei­boo­te wer­den ver­staut und das Schiff mit Mensch und Maus see­fest gemacht. Der Anker geht hoch, und zwi­schen den Inseln hin­durch fah­ren wir in die Dall­mann Bay hin­aus, das offe­ne Meer direkt vor dem Bug. Immer­hin scheint die Son­ne, es ist fast wind­still, nur die Dünung erin­nert uns dar­an, dass das kein Enten­teich ist. Hin­ter uns leuch­ten die wei­ten Glet­scher in der Son­ne. Ein paar Wale win­ken direkt neben dem Schiff mit ihren Flu­ken wie zum Abschied.

Gut 500 See­mei­len sind es bis zum Kapp Hoorn.

Port Lock­roy – 29./30. Janu­ar 2018

29./30. Janu­ar 2018 – Am Mon­tag geht gar nichts. Wind, Wind, Wind. Pin­gui­ne gibt es nur in der Theo­rie an Bord, das dafür gleich drei­fach. Ein unfrei­wil­lig ent­spann­ter Tag auf dem Boot. Das gehört eben auch zum Leben in der Ant­ark­tis dazu.

Am Diens­tag wird es dafür umso schö­ner. Der Wind ist fast kom­plett ein­ge­schla­fen. Wir genie­ßen erst ein­mal einen aus­gie­bi­gen Mor­gen bei den Esel­spin­gui­nen auf Jou­g­la Point, gefolgt von einem Besuch im „leben­den Muse­um“ („living muse­um“) von Port Lock­roy, der ehe­ma­li­gen, bri­ti­schen Base A, gebaut 1944. Eine klei­ne Zeit­ma­schi­ne, die einen in die Ant­ark­tis der 1950er Jah­re zurück­ver­setzt. Und der berühm­tes­te Sou­ve­nir­la­den im Gel­tungs­ge­biet des Ant­ark­tis­ver­tra­ges 😉

Zu einer 360°-Pano-Tour von Port Lock­roy von einer frü­he­ren Ant­ark­tis-Rei­se.

Gale­rie – Port Lock­roy – 29./30. Janu­ar 2018

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Die anschlie­ßen­de Fahrt den Neu­may­er Kanal hoch ist noch ein­mal ein land­schaft­li­cher Traum. Die Ant­ark­tis zeigt sich so wild und schön wie nur mög­lich. Die Abend­son­ne leuch­tet über die Land­schaft, wäh­rend wir spä­ter aus der Ger­la­che Strait in die Dall­mann Bay ein­fah­ren. Das tun wir mit etwas Weh­mut, denn das bedeu­tet, dass wir mor­gen wie­der über die Dra­ke-Pas­sa­ge nach Nor­den fah­ren wer­den. Aber zunächst haben wir noch die Mel­chi­or Islands vor uns, wo wir nach­her ankern und uns mor­gen von der Ant­ark­tis ver­ab­schie­den kön­nen.

Para­di­se Har­bour – Port Lock­roy – 28. Janu­ar 2018

Die Fahrt in Para­di­se Har­bour hin­ein ist ein etwas mono­chro­mer Traum aus Land und Meer, Ber­gen und Glet­schern, Eis­ber­gen und Inseln. Über­all Rob­ben auf dem Eis. Ein paar Wale zie­hen ihre Run­den. Die Wal­fän­ger haben Para­di­se Har­bour den Namen zu Recht gege­ben.

Die argen­ti­ni­sche Sta­ti­on Almi­ran­te Brown, 1951 gebaut und nach einem Brand 1984 nur spo­ra­disch genutzt, wird der­zeit kom­plett reno­viert. Es gibt die Idee, sie lang­fris­tig wie­der rund ums Jahr zu betrei­ben. Mal sehen. Für den Moment zählt für uns, dass wir auf einen spon­ta­nen Besuch ein­ge­la­den wer­den, was mei­ne kaum vor­han­de­nen Spa­nisch­kennt­nis­se hart stra­pa­ziert, aber davon abge­se­hen eine sehr ange­neh­me Sache ist. Die Sicht vom Pan­ora­mahü­gel in der Sta­ti­on ist unschlag­bar, und das berühm­te Her­un­ter­rut­schen auf dem Schnee­hang auch nicht zu ver­ach­ten.

Gale­rie – Para­di­se Har­bour – Port Lock­roy – 28. Janu­ar 2018

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Hier gehts zu den Pan­ora­ma-Ansich­ten von Para­dies Bay von einer frü­he­ren Ant­ark­tis Tour..

Lei­der ist unser geplan­ter Anker­platz um die Ecke schon belegt, und dort passt auch wirk­lich nur ein Boot hin. Also haben wir noch ein paar Stun­den bis Port Lock­roy vor uns. Ab Ger­la­che Strait wird es ziem­lich win­dig. Die Anfahrt auf Port Lock­roy läuft durch den spek­ta­ku­lä­ren Pel­tier Chan­nel, der von grö­ße­ren Schif­fen wegen eini­ger Untie­fen gemie­den wird. Eisig kalt im Wind, aber gran­di­os schön. Ein paar hart­ge­sot­te­ne See­len ver­brin­gen die gesam­te Pas­sa­ge des Pel­tier Chan­nel drau­ßen an Deck.

Bei Port Lock­roy pfeift der Wind eben­falls ordent­lich, und es treibt eini­ges an Glet­scher­eis. Aber es gibt ordent­li­chen Anker­grund und kei­nen See­gang. Mehr wol­len wir für heu­te gar nicht mehr.

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News-Auflistung generiert am 27. November 2022 um 01:55:50 Uhr (GMT+1)
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