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Ushuaia-Antarktis-Neuseeland

Teil 4 von 4: Scott Insel – Macquarie Insel - Neuseeland

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Auf dem Weg nach Norden ist das Treibeis deutlich schneller durchfahren als auf der Anreise. Hinterher ist man ja immer schlauer. Am Abend des 09. Februar passieren wir noch in wenigen 100 Metern Entfernung die winzige Ross Insel, aber bei dem Wetter ist an einen Landgang nicht zu denken. Darüber bringen die Tage bis zur Macquarie Insel vor allem einen Eindruck von den unendlichen Entfernungen und der Wildheit des Südozeans. Nicht, dass Windstärke 6-7 so extrem wäre, und eine Woche auf See vom Ross Eisschelf zur Macquarie Insel ist auch nur ein Bruchteil dessen, was vor 100 Jahren üblich war. Trotzdem, den meisten hat es gereicht … und ja, es ging gelegentlich auch hoch bis zu Windstärke 11-12.

Auch bei der Macquarie Insel selbst sah es zunächst so aus, als würde das Wetter uns das Leben schwer machen wollen. Schließlich gelangen uns aber doch 2 Landungen und eine Zodiacfahrt, und mehr ist dort auch gar nicht erlaubt. Die Macquarie Insel ist das Südgeorgien auf dieser Seite der Antarktis: Kleiner, weniger gebirgig und unvergletschert, aber mit seinen grünen Grashängen erscheint Macquarie, wenn man vom Rossmeer kommt, beinahe wie ein tropischer Regenwald. Ebenfalls wie auf Südgeorgien ist das Tierleben wie Dr. Doolittles gar nicht so kleiner Zoo: Seeelefanten, Königspinguine in beeindruckenden Zahlen, die entsprechenden Seevögel wie Riesensturmvögel, Skuas (Raubmöwen) undsoweiter … und natürlich die endemischen (nur dort vorkommenden) Haubenpinguine (“Royal penguins”). Die konnten wir uns in Sandy Bay bestens anschauen, und das sogar im Sonnenschein! Im Vergleich zur McMurdo Bay war die Besatzung der australischen Forschungsstation übrigens wohltuend freundlich.

Übrigens ist die Macquarie Insel seit 1997 Weltnaturerbe, und zwar nicht wegen ihrer beeindruckenden Tierwelt, sondern wegen ihrer außergewöhnlichen Geologie. Im Gegensatz zu den meisten Ozeaninseln ist sie nämlich kein Vulkan, sondern ein Stück ozeanischer Kruste, das durch Hebung an die Oberfläche gelangt ist. Dies ist weltweit in dieser Form einmalig. Dem Besucher fällt das aber kaum auf Anhieb ins Auge. Was man durchaus hier und da sieht, ist Kissenlava, die entsteht, wenn Lava unter Wasser ausfließt. Das könnte man aber auch auf jeder vulkanisch entstandenen Insel finden. Gesteine tieferer Stockwerke ozeanischer Kruste finden sich an den zugänglichen Stellen aber zumindest auf den ersten Blick nicht bzw. sind nicht ohne spezielle Kenntnisse als solche identifizierbar.

Scott Insel – Macquarie Insel – Neuseeland (Galerie)

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Zur Bildergalerie:
Antarktische Halbinsel    Peter I Insel, Amundsen-See    Rossmeer    Scott Insel – Macquarie Insel – Neuseeland

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Letzte Änderung: 24. März 2014 · Copyright: Rolf Stange
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