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Half­moon Island

Hur­ra – Land! Wir waren ja nur 2 Tage auf einer äußerst ent­spann­ten See unter­wegs, nichts im Ver­gleich zu dem, was noch kom­men wird, aber ankom­men ist immer schön. Ange­kom­men sind wir bei den Süd­s­het­land Inseln, der Ant­ark­ti­schen Halb­in­sel vor­ge­la­gert, sozu­sa­gen in die Dra­ke-Pas­sa­ge hin­aus­ge­scho­ben. Ent­spre­chend ist das Wet­ter da meis­tens sch … und die Erwar­tun­gen ges­tern waren auch begrenzt, die Inseln waren näm­lich bei der Anfahrt weit­ge­hend unsicht­bar, hin­ter Schnee­schau­ern ver­bor­gen.

Als wir mit­ten in der Nacht Half­moon Island erreicht haben, war der Wind gera­de so ungüns­tig, dass wir nicht an der übli­chen Anker­stel­le ankern konn­ten, in der sonst so schön geschütz­ten Bucht die­ser aus­ge­prägt halb­mond­för­mi­gen Insel. Wir waren außen, sozu­sa­gen auf der Rück­sei­te des Mon­des. Und die­se Rück­sei­te des Mon­des war dun­kel heu­te früh, ein lan­ger Ritt in den Zodiacs in die Wel­len, und Kol­le­ge Dima und ich haben eine gan­ze Wei­le mit den Wat­stie­feln in der (mode­ra­ten) Bran­dung gestan­den und Boo­te fest­ge­hal­ten, bis schließ­lich alle an Land waren. Um 5 Uhr früh, wohl­ge­merkt, also vor jeg­li­cher Art von Früh­stück. So macht es Freu­de! Schlaf wird ja gemein­hin über­be­wer­tet, und Essen sowie­so. Wer will schla­fen, wenn man statt­des­sen auf einer klei­nen Ant­ark­tis-Insel her­um­spa­zie­ren und Kehl­streif­pin­gui­ne bestau­nen kann? Das sind die lau­tes­ten, dre­ckigs­ten, agils­ten und streit­lus­tigs­ten aller ant­ark­ti­schen Pin­gui­ne, und ihnen zuzu­schau­en wird somit nie lang­wei­lig.

Mit­ten­drin in einer der Kolo­nien stand ein Gold­schopf­pin­gu­in (den ken­nen vie­le sicher als Mak­ka­ro­ni­pin­gu­in). Was auch immer er da so macht, er muss sich dort doch eigent­lich füh­len wie ein Pferd in einer Her­de Kühe, aber es scheint ihm da zu gefal­len, er steht näm­lich oft da. Gut für uns, denn die­se Art liegt ansons­ten wohl kaum noch auf unse­rer Rou­te, und mit die­sem gold­blond­be­schopf­ten, dick rot­schnä­be­li­gen Bewoh­ner sub­ant­ark­ti­scher Inseln hät­ten wir sonst ohne Zwei­fel etwas ver­passt. Vom Anblick der Kolo­nien vor der gran­dio­sen Kulis­se der umlie­gen­den Insel (Living­ston und Green­wich Islands) kann man sich kaum los­rei­ßen … aber dann ver­lang­te doch um 8 Uhr der Bauch nach einem Früh­stück. Wohl­ver­dien­ter­ma­ßen.

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Wenn Living­ston Island ein­mal den Wol­ken­strip macht und sich in gan­zer Pracht zeigt, ist das gran­di­os. Ein paar Zier­wol­ken über den Gip­feln, blau­er Him­mel über der Brans­field Strait, bren­nen­de Son­ne auf der Haut und bla­sen­de Bucke­wa­le vor dem Schiff. Eine Mut­ter mit Kalb zieht gemüt­lich ihre Run­den, ohne Notiz von uns zu neh­men. Unver­gess­li­che Stun­den!

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Letzte Änderung: 14. Januar 2015 · Copyright: Rolf Stange
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