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Terra Nova Bay – 24. Februar 2017

Auch im Rossmeer selbst sind die Entfernungen groß, so dass wir den Vormittag der Entspannung widmen konnten. Ist ja auch nicht unbedingt verkehrt. Langsam aber sicher stieg die Spannung dann, als die Westküste des Rossmeeres vor uns sichtbar wurde, das Transantarktische Gebirge um die Terra Nova Bay. Das berühmte Kap Washington kam in Sicht, ein wuchtiges Vorgebirge, wo im Winter auf dem Meereis eine Menge Kaiserpinguine brüten. Dahinter Mount Melbourne, ein wunderschöner, großer Vulkankegel. Mount Erebus ist nicht der einzige Feuerberg in dieser Ecke der Welt, wenn seine ganzen Verwandten sich in historischer Zeit auch nicht zu Wort gemeldet haben.

Die Terra Nova Bay ist so etwas wie die King George Island des Rossmeeres. Auf King George Island in den Südshetland Inseln drängen sich gefühlt Dutzende von Stationen. Hier sind es immerhin drei, die sich innerhalb von wenigen Kilometern nebeneinander niedergelassen haben. Deutsche und Koreaner können sich mittels eines kurzen Spaziergangs besuchen, für ein italienisches Abendessen brauchen Karl und Lee ein Boot. Wobei sowohl Karl als auch Luigi schon abgereist sind, sie sind nur im Sommer hier.

Nach diverser Kommunikation mit Behörden und Stationschefs war unsere Wahl zunächst auf die italienische Station Mario Zucchelli gefallen. Allein die Aussicht, guten, soliden antarktischen Granit zu betreten, einwandfreie kontinentale Kruste, beflügelte allgemein die Stimmung, nicht zu reden bei jenen Teilnehmern, die eine persönliche Verbindung der einen oder anderen Art nach Italien haben. Bei einigen kamen regelrechte Heimatgefühle auf!

Galerie – Terra Nova Bay – 24. Februar 2017

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Landschaftlich ist die Mario Zucchelli Station nun nicht unbedingt der aufregendste Ort, den man sich in der Antarktis vorstellen kann. So ist es bei den meisten Stationen, abgesehen von jenen älteren Baujahrs, die sich in Holzbauweise gut in die Landschaft einfügen. Die modernen Containersammlungen, von diversen Antennen gekrönt und von schweren Fahrzeugen umstellt, sind weniger attraktiv. So sehen wir zu, dass wir unseren Besuch in der winterlich verlassenen italienischen Station nicht unnötig in die Länge ziehen, und haben noch Zeit für einen zweiten, kleinen Stationsbesuch, namentlich bei der deutschen Gondwana-Station. Auch hierbei handelt es sich um eine Sommerstation, bei der nicht überwintert wird. Die Gondwana-Station wird auch nicht jedes Jahr von Wissenschaftlern besuch, dieses Jahr hat es hier nur Wartungsarbeiten gegeben. Auch hier ist keiner mehr da. Die Station ist viel kleiner und überschaubarer als die italienische Kleinstadt, die ungehinderten Ausblicke auf die weite Umgebung sind ebenso beeindruckend wie die felsige Umgebung, das Eis am Ufer und die Weddellrobben, die dort in der Nähe liegen. Wir genießen die Blicke in die Nähe und in die Ferne für eine allzu kurze Weile, bis es Zeit wird, Kurs auf den McMurdo Sound zu setzen.

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Letzte Änderung: 30. März 2017 · Copyright: Rolf Stange
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