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Kartoffel, Tomate und Paprika: Nachtschattengewächse aus der Antarktis?

Nachtschattengewächse (Physalis) aus der Antarktis? Kartoffel, Tomate, Paprika und Tabak aus dem ewigen Eis?

Nein, natürlich nicht. Aber wenn das ewige Eis nicht gekommen wäre, dann würden manche Nachtschattengewächse, zu denen auch diese Nutzpflanzen zählen, vielleicht auch in der Antarktis wachsen. Denn Forscher haben in Patagonien Fossilen gefunden, die den heutigen Nachtschattengewächsen ähneln, zu denen eben auch unsere Tomaten, Kartoffeln und Physalis gehören, berichtet das Science Magazin in seiner Onlineausgabe. Die Fossilien werden auf ein Alter von 50 Millionen Jahren datiert.

Zu dieser Zeit lag Südamerika noch sehr dicht an der Antarktischen Halbinsel. Die Drakepassage existierte noch nicht; stattdessen trennte ein flaches Schelfmeer den Stillen Ozean vom Atlantik beziehungsweise Südamerika von der Antarktis. Gleichzeitig verlief die Grenze zwischen der subtropischen Klimazone und der gemäßigten Klimazone quer über die Antarktische Halbinsel. Das ließ die Forscher vermuten, daß diese fossilen Pflanzen wohl auch auf dem Antarktischen Kontinent wuchsen, bevor er dann vereiste und dadurch zum tomatenfeindlichsten Kontinent der Erde wurde.

Nachtschattengewächse in der Antarktis? Nein, nur Moos (Aitcho Island, Südshetland Inseln).

Nachtschattengewächse in der Antarktis? Nein, nur Moos

Quelle: Science Daily

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Letzte Änderung: 10. Januar 2017 · Copyright: Rolf Stange
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