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Eis

Die Ant­ark­tis wird ihrem Ruf als ein vom Eis beherrsch­ter Kon­ti­nent auf hohem Niveau gerecht. Nun soll man nicht davon über­rascht sein, dass es rund um die Ant­ark­tis Pack­eis gibt. Aber es ist wirk­lich ein schwe­res Eis­jahr, und natür­lich wäre es schon prak­tisch, wenn die Eis­kar­te etwas infor­ma­ti­ver wäre. Wir sind nun im nord­öst­li­chen Ross­meer, 250 See­mei­len nord­öst­lich der Bay of Wha­les, und laut Satel­li­ten-Eis­kar­te soll­ten wir hier eini­ger­ma­ßen frei­es Was­ser haben. Aber ein Eis­feld folgt auf das ande­re, und wenn es auch ins­ge­samt nicht mehr als 2/10 bis 4/10 sind (Anteil der eis­be­deck­ten Was­ser­flä­che), so haben wir doch immer wie­der dicht­ge­dräng­te Schol­len, um die wir her­um­kur­ven oder die wir durch­sto­ßen müs­sen. Das ist nicht nur viel Arbeit rund um die Uhr für den Kapi­tän, der die gan­ze Nacht auf der Brü­cke war, und sei­ne Steu­er­leu­te, son­dern es macht uns auch nicht gera­de schnel­ler.

Ges­tern Abend nahm ein Schnee­schau­er uns für eine Wei­le alle Sicht, und als der Vor­hang wie­der auf­ging, war das Eis über­all sehr dicht. Ein ers­ter Hub­schrau­ber-Auf­klä­rungs­flug über 60 Mei­len in Fahrt­rich­tung hat immer­hin erge­ben, dass das Was­ser fahr­bar ist, aber ein Ende des Treib­ei­ses ist nicht in Sicht. Wir sind wei­ter gespannt.

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Aber der Weg ist das Ziel. Die Wun­der­welt des Eises, ein­schließ­lich ver­streu­ter, klei­ne­rer Tafe­leis­ber­ge, brei­te­te sich ges­tern Abend im wun­der­ba­ren Licht der ant­ark­ti­schen Mit­ter­nachts­son­ne rund um uns aus. Immer wie­der Kai­ser­pin­gui­ne auf den Schol­len. Schön­heit von einer ande­ren Welt an einem sehr fer­nen Ende der unse­ren.

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Letzte Änderung: 27. Januar 2015 · Copyright: Rolf Stange
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