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Eis

Nach vielem Abwägen und langen Überlegungen haben wir jetzt Kurs nach Südwesten, direkt ins Rossmeer hinein. Auf dieser Route scheint sich das Eis in den letzten Tagen soweit gelockert zu haben, dass es einen Versuch wert erscheint. Was genau draus wird, weiß derzeit niemand, es ist wirklich spannend, mit Expeditionscharakter. Das Rossmeer macht es uns dieses Jahr nicht gerade einfach. Entscheidend wird noch die Frage sein, was die Spirit of Enderby, die von Neuseeland im westlichen Rossmeer nach Süden fährt, für Eisbedingungen vorfindet. Idealerweise würden wir dort nämlich wieder herausfahren, demnächst. Hinein ins Eis ist die eine Sache. Wieder heraus die nächste. Wir wollen auch gerne wieder heraus, und zwar nicht irgendwann. Wir sind nicht die Fram (und ich denke jetzt nicht an Hurtigruten). Schade eigentlich … aber wir haben unsere Rückflüge alle schon gebucht.

Vielleicht kommen wir in ein paar Tagen Richtung Bay of Whales. Dort legte vor über 100 Jahren Amundsen mit der Fram am Schelfeis an, baute seine Hütte Framheim, überwinterte und marschierte schnurstracks zum Südpol, schnappte ihn Scott vor der Nase weg. Framheim lag auf dem Schelfeis und existiert natürlich schon lange nicht mehr. Trotzdem, diese Koordinaten anzusteuern wäre natürlich schon grandios. Vielleicht. Wir werden sehen, wir werden sehen … (sagte Amundsen).

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Viele offene, kleine Treibeisfelder heute, dazwischen kleinere Tafeleisberge und viel offenes Wasser. Sehr gut, so machen wir ordentlich Meilen. Dutzende von Schneesturmvögeln – Symboltiere für die Antarktis wie der Kaiserpinguin, nur weniger bekannt, aber mancher Vogelkundler würde sehr viel dafür geben, auch nur einmal einen einzigen Schneesturmvogel zu sehen. Wie gesagt, wir haben sie heute mehrfach zu Dutzenden ums Schiff gehabt.

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Letzte Änderung: 23. Januar 2015 · Copyright: Rolf Stange
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