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Gol­fo Cor­co­va­do bis Puer­to Montt

Zuge­ge­ben, die­se letz­ten Mei­len der Rei­se waren deut­lich unter Poten­zi­al. Wir hat­ten uns auf schö­ne Segel­mei­len in sub­tro­pisch-mil­dem Wet­ter und noch einen schö­nen, abschlie­ßen­den Halt auf der Insel Chi­loë gefreut. Statt­des­sen gab es wet­ter­tech­nisch noch mal kräf­tig auf die Nase. Um 30 Kno­ten Wind (40 in Böen) und natür­lich direkt von vorn, wie könn­te es anders sein? Der Golf von Cor­co­va­do erfreu­te uns also nicht wie erhofft mit Walen und Aus­bli­cken auf Vul­ka­ne, son­dern mit mari­ti­men Rock’n’Roll, ver­bun­den mit dem ent­spre­chen­den Unge­mach an Bord, viel Regen und Geschwin­dig­kei­ten, die mit­un­ter bis auf spär­li­che 1,8 Kno­ten fie­len. Das hät­ten wir uns schon anders vor­stel­len kön­nen. (Ergän­zung: wie Heinz spä­ter mit­teil­te, fand die Mann­schaft in Puer­to Montt an der Schrau­be Seil- und Netz­res­te! Das erklärt natür­lich die trotz Gegen­wind wirk­lich all­zu mage­re Geschwin­dig­keit.)

Der letz­te Vor­mit­tag lie­fer­te sehr ange­neh­men Aus­gleich: Der Wind dreh­te und wur­de somit von einem uner­freu­li­chen Hin­der­nis zu einem schö­nen Segel­wind, und es ging ohne unan­ge­neh­men See­gang, aber mit mun­te­ren 7-8 Kno­ten zwi­schen Chi­loë und vor­ge­la­ger­ten Inseln vor­bei Rich­tung Puer­to Montt. Nach den wil­den, ein­sa­men Land­schaf­ten wei­ter süd­lich erscheint es hier schon ziem­lich zivi­li­siert: klei­ne­re und grö­ße­re Sied­lun­gen an Land und viel Schiffs­ver­kehr. Pin­gui­ne, Peli­ka­ne und See­lö­wen lie­ßen sich auf den letz­ten Mei­len bli­cken.

Mit letzt­lich nur weni­gen Stun­den Ver­spä­tung leg­ten wir in Puer­to Montt an, und eine wirk­lich gran­di­os schö­ne und inter­es­san­te Rei­se kam zu ihrem Ende, das mit fri­schem Apfel­ku­chen von Julie gefei­ert wur­de. Ich glau­be für alle zu spre­chen, wenn ich schrei­be, dass wir ger­ne noch zusam­men wei­ter gefah­ren wären. Es gibt noch vie­le Cale­tas in Pata­go­ni­en …

So aber nah­men wir Abschied und wünsch­ten uns eine gute Heim- oder Wei­ter­rei­se, je nach­dem. Ganz vie­len Dank an alle Mit­rei­sen­den und an Skipper/Schiffseigner Heinz Wutsch­ke mit sei­ner Anne-Mar­ga­re­tha und der Mann­schaft, Astrid, Julie und Piet für vie­le tol­le Tage auf der Rück­sei­te Pata­go­ni­ens!

Gale­rie – Gol­fo Cor­co­va­do bis Puer­to Montt

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Wir sehen uns wie­der, kei­ne Fra­ge. 2019 sind wir mit der Anne-Mar­ga­re­tha in Ost­grön­land im Scores­by­sund. Ande­re Tei­le Ost­grön­lands oder die Lofo­ten waren auch schon für die mitt­le­re Zukunft im Gespräch, und es soll sicher nicht das letz­te Mal in Pata­go­ni­en gewe­sen sein! Dafür war es viel zu schön, und es gibt noch seeeeehr viel zu ent­de­cken in die­sem span­nen­den Teil des Pla­ne­ten, in den Urwäl­dern unter der dritt­größ­ten Eis­kap­pe der Erde.

Damit geht mein Polar-Blog für den Moment wie­der zu Ende, und der Autor wird sei­ne ark­ti­schen Tätig­kei­ten für ein Weil­chen am Schreib­tisch wei­ter­füh­ren (nach dem Buch ist vor dem Buch, wie es heißt), bis es in der Ark­tis mit der Anti­gua wei­ter­geht. Dan­ke fürs Lesen, und bis dann!

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Letzte Änderung: 13. April 2018 · Copyright: Rolf Stange
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