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Tages-Archiv: 21. Januar 2015 − News & Stories


Kai­ser

Natür­lich fährt man nicht ohne Hoff­nun­gen und Wün­sche auf eine gro­ße Rei­se. Und natür­lich tei­len hier vie­le die Inter­es­sen. Wohl kaum ist hier jemand, bei dem der Kai­ser­pin­gu­in nicht ganz oben auf der Wunsch­lis­te steht. Klar, dass die die Chan­cen und damit auch die Span­nung stei­gen, sobald Eis in Sicht­wei­te ist. Die Fern­glä­ser sind der­zeit hier viel in Gebrauch.

Ges­tern Abend dann der gro­ße Moment – der ers­te von meh­re­ren gro­ßen Momen­ten! – die einen gemüt­lich in der Bar, die ande­ren im Bord­ki­no, aber ein paar Leu­te mit Aus­dau­er und guten Augen auf der Brü­cke. Augen­bli­cke spä­ter alle drau­ßen im kal­ten Wind, um den Kai­ser in sei­nem urei­ge­nen Reich zu bewun­dern. Ein ein­sa­mer, juve­ni­ler Kai­ser­pin­gu­in, also noch nicht voll aus­ge­färbt, die spä­ter kräf­tig hell­gel­ben Fle­cken seit­lich am Hals noch recht weiß­lich-grau. Das Kai­ser­reich bestand einer ziem­lich über­schau­ba­ren Eis­schol­le.

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Immer wie­der toll zu erle­ben, wie so etwas die Stim­mung im gesam­ten Schiff schlag­ar­tig ver­än­dert.

Eis

Nach vie­lem Abwä­gen und lan­gen Über­le­gun­gen haben wir jetzt Kurs nach Süd­wes­ten, direkt ins Ross­meer hin­ein. Auf die­ser Rou­te scheint sich das Eis in den letz­ten Tagen soweit gelo­ckert zu haben, dass es einen Ver­such wert erscheint. Was genau draus wird, weiß der­zeit nie­mand, es ist wirk­lich span­nend, mit Expe­di­ti­ons­cha­rak­ter. Das Ross­meer macht es uns die­ses Jahr nicht gera­de ein­fach. Ent­schei­dend wird noch die Fra­ge sein, was die Spi­rit of End­erby, die von Neu­see­land im west­li­chen Ross­meer nach Süden fährt, für Eis­be­din­gun­gen vor­fin­det. Idea­ler­wei­se wür­den wir dort näm­lich wie­der her­aus­fah­ren, dem­nächst. Hin­ein ins Eis ist die eine Sache. Wie­der her­aus die nächs­te. Wir wol­len auch ger­ne wie­der her­aus, und zwar nicht irgend­wann. Wir sind nicht die Fram (und ich den­ke jetzt nicht an Hur­tig­ru­ten). Scha­de eigent­lich … aber wir haben unse­re Rück­flü­ge alle schon gebucht.

Viel­leicht kom­men wir in ein paar Tagen Rich­tung Bay of Wha­les. Dort leg­te vor über 100 Jah­ren Amund­sen mit der Fram am Schelf­eis an, bau­te sei­ne Hüt­te Fram­heim, über­win­ter­te und mar­schier­te schnur­stracks zum Süd­pol, schnapp­te ihn Scott vor der Nase weg. Fram­heim lag auf dem Schelf­eis und exis­tiert natür­lich schon lan­ge nicht mehr. Trotz­dem, die­se Koor­di­na­ten anzu­steu­ern wäre natür­lich schon gran­di­os. Viel­leicht. Wir wer­den sehen, wir wer­den sehen … (sag­te Amund­sen).

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Vie­le offe­ne, klei­ne Treib­eis­fel­der heu­te, dazwi­schen klei­ne­re Tafe­leis­ber­ge und viel offe­nes Was­ser. Sehr gut, so machen wir ordent­lich Mei­len. Dut­zen­de von Schnee­sturm­vö­geln – Sym­bol­tie­re für die Ant­ark­tis wie der Kai­ser­pin­gu­in, nur weni­ger bekannt, aber man­cher Vogel­kund­ler wür­de sehr viel dafür geben, auch nur ein­mal einen ein­zi­gen Schnee­sturm­vo­gel zu sehen. Wie gesagt, wir haben sie heu­te mehr­fach zu Dut­zen­den ums Schiff gehabt.

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